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01 Jun 2012

Macbook Pro early 2011 – Umbau auf zwei SSD Festplatten

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Schon vor dem Release der Adobe CS6 Production Suite fiel die Entscheidung zugunsten einer zweiten Platte in meinem Macbook. Die Vorteile der SSD konnte ich schon seit Tag 1 mit der kleinen 128 gb Systemplatte genießen und so entschied ich mich bei der zweiten Festplatte auch zur SSD Technik zu greifen. Der zusätzliche Speicherplatz sollte dafür sorgen, dass ich auch unterwegs kleine bis mittlere Projekte direkt vom Book bearbeiten kann. Die schnellen Leseraten der Platte sollten zudem in Premiere einen weiteren Vorteil bringen. Als dann am 22. Mai die Samsung 830 SSD mit 256 GB im Angebot war, schlug ich zu. Der Adapter für den Umbau kam in diesem Fall von hardwrk.com. Die vielen positiven User-Berichte im Netz und eine schnelle Lieferung aus Deutschland waren hier ausschlaggebend.

Die Vorbereitung

Das Hardwrk-Kit wird inkl. aller benötigten Werkzeuge geliefert und beinhaltet neben dem eigentlichen Festplatten-Adapter auch ein Gehäuse für das auszubauende DVD Laufwerk. Eine bebilderte Umbauanleitung ist ebenfalls vorhanden. Auch wenn sich die Bilder noch auf ein älteres Macbook-Modell beziehen, kann man mit dieser Anleitung in wenigen Schritten den Umbau meistern. Mein ursprünglicher Plan war es, die neu erworbene Samsung SSD an der Stelle zu verbauen, wo bis zu diesem Zeitpunkt noch das DVD Laufwerk saß. Da ich bereits über eine SSD verfügte, wollte ich die neue Platte zur (schnellen) Speichererweiterung nutzen. Dass dieser Plan unter Umständen keine gute Idee ist, konnte ich zunächst nicht ahnen. Doch dazu gleich mehr.

Die Abbildung links zeigt die wesentlichen Bestandteile des Umbaus: Macbook, neue SSD Platte und den hardwrk-Adapter. Es sollte selbstverständlich sein, dass man vor diesem Eingriff ein Back-up der (wichtigsten) Daten macht. Es kann immer etwas unerwartet verlaufen und die eigenen Dateien gilt es stets zu retten. Sollte man dies bisher vernachlässigt haben, ist bei so einem Umbau die Zeit für ein Back-up. Idealerweise kann man dies mit Time Machine super erledigen.

Sind die Daten gesichert, sucht man sich am besten einen gut beleuchteten Ort an dem man bequem arbeiten kann.

 

 

Die Umbauerfahrung

Ich möchte an dieser Stelle keine zweite Einbauanleitung schreiben, sondern meine Erfahrungen, die ich bei dem Umbau sammeln konnte, darlegen. Da ich zuvor schon 2x den Arbeitsspeicher meines Macbooks erweitert hatte, war mir das Abnehmen des Unterteils bereits vertraut. Hat man die Schrauben am Rand entfernt sieht man bereits das DVD Laufwerk, sowie die Werksfestplatte. Das DVD Laufwerk lässt sich mit Hilfe der Anleitung von hardwrk gut ausbauen. Man sollte jedoch darauf hinweisen, dass eine der Schrauben schlecht zu erreichen ist, da ein recht steifes Kabel den Zugang verdeckt. Das Entfernen des Kabels gestaltete sich als schwierig, da sich an meinem Macbook der Stecker nur schwer lösen ließ. Das Entfernen der Schraube ist jedoch auch mit Kabel möglich. Hat man die Schrauben gelöst, kann man das DVD Laufwerk aus dem Gehäuse entnehmen. Doch Vorsicht: Im linken Bereich verkantet es schnell! Hier sollte man  behutsam vorgehen.

Der hardwrk Adapter gleicht dem DVD Laufwerk in seinen Abmessungen und passt somit perfekt in den freien Bauraum. Die neue SSD wird einfach eingesteckt und mit einer Klemmschiene gesichert. Da der Adapter “kopfüber” im Macbook verbaut wird besteht keine Gefahr, dass sich die Platte im Macbook bewegt. Im Anschluss gilt es noch das ausgebaute DVD Laufwerk in das beiliegende Gehäuse “zu bauen”. Dabei beschränkt sich das “Bauen” mehr auf ein Stecken. Im schicken Apple Look passt das Gehäuse, trotz des Kunststoffmaterials, super zum Macbook. Drei Handgriffe später sitzt es fest im externen Gehäuse und lässt sich per USB ohne weiteres betreiben. Wer sich zunächst wundert, dass trotz angeschlossenem Laufwerk im Finder nichts passiert, dem sei gesagt: Erst mit eingelegter Disk wird das Laufwerk gemounted. Das war beim internen Betrieb ja auch schon so.

Der erste Neustart verlief ebenfalls wie gewünscht. Die neue Platte im Festplattendienstprogramm noch fix formatiert und schon waren weitere 256 GB SSD Platte verfügbar. Doch die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. Tests und Benchmarks im Internet bewiesen: Die Samsung 830 schafft ohne weiteres ca. 400 Mb/s im Schreib-, sowie ca. 450 Mb/s im Lesemodus. Der von mir durchgeführte Test zeigte jedoch “nur” Werte im Bereich von 200 bzw. 250 Mb/s an. Im Vergleich zu einer konventionellen Festplatte zwar sehr gut, aber nun enttäuschend. Der Grund hierfür war mit Hilfe einer kurzen Onlinerecherche schnell gefunden: Aktuelle SSDs liefern ihre Geschwindigkeit nur an einem SATA 3 Controller ab. Mein Macbook early 2011 verfügt über einen solchen Controller; allerdings nur einen und an Diesem hängt die Werksfestplatte. Das DVD Laufwerk hingegen ist lediglich via SATA 2 angebunden (was im Grunde ja auch ausreichend ist). Da ich die volle Performance der Samsung Platte nutzen wollte, entschied ich mich also dazu die Prozedur ein zweites mal zu durchlaufen. Werksfestplatte gegen leere Samsung Platte getauscht! Und dann?

Die Migration

Bevor man sich zu diesem Schritt entschließt, sollte man der obigen Empfehlung nachkommen und unbedingt ein Backup des Systems machen. Ich erstellte also ein vollständiges Backup mit Hilfe von Time Machine, inkl. aller Programme etc. Wichtige eigene Dateien sicherte ich nochmals manuell auf eine anderen Platte, denn so ganz wollte ich den Automatismen von Apple nicht vertrauen. Dann benötigt man noch den Lion Migrationsassistenten,  den man direkt bei Apple herunterladen kann. Er erstellt, zum Beispiel auf einem USB Stick, ein sog. Recovery Laufwerk. Von diesem Laufwerk lässt sich der Mac dann bei gedrückter Alt-Taste starten. Man erhält im Folgeschritt die Möglichkeit der “Migration aus einem Time Machine Backup”. Bei mir hat diese Prozedur ca. 75 Minuten gedauert. Im Anschluss startete der Mac neu: Alle Programme, Einstellungen etc. waren übertragen und das System vollständig migriert. Chapeau Apple!

 

Die Samsung 830 macht am SATA 3 Controller ordentlich Dampf und auch das migrierte OS läuft einwandfrei und problemlos. Zusammenfassend kann ich den Umbau Jedem ans Herz legen, der, wie ich, das DVD Laufwerk so gut wie nicht mehr nutzt und gerne zusätzlichen Speicher in seinem Macbook hätte. Auch die Migration (wenn man Lion User ist) auf eine neue Platte verläuft problemlos. Die nachfolgende Gallery zeigt einen detaillierten Verlauf des Umbaus.

Der Umbau in Bildern

 

10 Jan 2012

Die Neue stellt sich vor – Sony NEX 5N

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Seit der Vorweihnachtszeit befindet sich die Sony NEX 5N in meinem Equipmentkoffer und ich wurde in der Zwischenzeit schon oft gefragt wie sich die Kamera denn schlägt und wieso ich mich für dieses System entschieden habe. Dieser Post soll kein Review im engeren Sinne werden, davon gibt es im Netz mittlerweile mehr als genug. Ich möchte hier meine Erfahrungen nach knapp vier Wochen mit der Sony kurz niederschreiben.

Warum die Sony NEX 5N?

Die Sony NEX 5N wurde im August 2011 vorgestellt und schon kurze Zeit darauf fanden sich viele kurze Videos, die mit der Kleinen entstanden sind, im Netz. Philip Bloom schrieb im September den ersten ausführlicheren Artikel zur Sony und neben vielen Worten des Lobes war selbstverständlich auch etwas Kritik angebracht. Während meines Urlaubes reifte dann der Gedanke sich diese kleine Kamera zuzulegen. Ich hatte hier stets die EOS samt Batteriegriff bei mir und es ist wohl keine Lüge, wenn man behauptet, dass aktuelle DSLRs alles sind, aber nicht reisetauglich. Also war der erste Ansatz etwas Kleines zu finden, dass sich aber nicht hinter der EOS verstecken muss – vor allem wenn es um Videoaufnahmen geht. In der Sony NEX 5N befindet sich ein aktueller 23.4 x 15.6 mm großer Exmor APS HD CMOS Sensor mit einem Crop von 1.5. Im Vergleich zu den Maßen der EOS (22.3 x 14.9 mm) ist er also sogar leicht größer. Dies sorgt dafür, dass sich die Aufnahmen aus der Sony auf keinen Fall hinter denen der kleinen EOS 550D verstecken müssen. Folgendes Bild entstand mit der Sony in Verbindung mit dem Sigma 50 mm 2.8 Macro. Moment?

 

 

 

 

 

Eine EF Linse? Ein weiteres Merkmal der Sony, dass ich auf der positiven Seite verbuchen konnte: Der Adaptermarkt ist mittlerweile riesig und aktuelle EF Linsen können ohne weiteres auf die Sony adaptiert werden. Das Manko der manuellen Focussierung war für mich nicht relevant. Ebensowenig, dass man nur umständlich die Blende über die EOS vorwählen kann, da ansonsten stets bei offener Blende fotografiert oder gefilmt werden muss, stellt für mich kein wirkliches Hindernis dar.

Da ich bereits einige manuelle Linsen besitze, war es mir auch wichtig diese adaptieren zu können. M42 und FD funktioniert prima und die Linsen sorgen für ihren eigenen Charme. Im Gegensatz zur EOS besitzt die Sony ab Werk einen Focus Peak, also ein Anzeigen des Schärfebereichs im Display. Das manuelle Fokussierung macht viel Spaß und funktioniert ohne weitere Probleme. Zusammenfassend führte also der kompakte Formfaktor (ohne Linse) in Verbindung mit der Abbildungsleistung zum Kauf der Sony NEX.

Der Record Button

Vorrangig wird hier jedoch gefilmt und so war natürlich auch der Filmmodus der Kamera für mich entscheidend. Die Sony kann 1920x1080p bei 50 Vollbildern / Sekunde aufzeichnen. Die Ideale Vorraussetzung für weiche Slow Motion Aufnahmen. Als Format kommt hier der neue AVCHD 2.0 Standard zum Einsatz. Die Bitrate liegt unter der des h264 Materials aus der Canon, muss sich aber im Alltag kein Stückchen hinter der EOS verstecken. Der Sensor sorgt zudem für ein sehr rauscharmes Bild, auch bei ISO 1600. Die Lowlight Eigenschaften lassen sich sehr gut in diesem Video von Steve Huff nachvollziehen. Sony NEX 5N Lowlight Video.

Das Material aus der Sony lässt sich sehr gut mit Footage aus der EOS im Schnitt mischen. Ich selber habe in den ersten vier Wochen 2 Clips erstellt, die rein mit der Sony gefilmt wurden. Das Ergebnis hat mich mehr als verblüfft. Aber schaut selbst.

Nach einem Monat mit der Sony ist die Begeisterung weiterhin groß. Manuelle Linsen sind eine Freude an der kleinen Kamera und es macht Spaß sie einzusetzen. Sicher werden in den kommenden Woche weitere Filme und Clips aus der kleinen Kamera folgen. Zum Abschluss noch einige Impressionen der Sony NEX 5N.

13 Dec 2011

Happy Birthday Magic Lantern

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Vor gut einem Jahr erblickte die freie Firmware Magic Lantern zum ersten mal auf der Canon 550D das Licht der Welt. Das Original, seiner Zeit von Trammel Hudson geschrieben, war schon einige Zeit zuvor für die Canon 5D Mark II erschienen. Alex, der federführende Programmierer hinter dem Magic Lantern Projekt für die 550D und weiteren Kameras, hat am gestrigen 12.12.2011 eine Geburtstagsversion der Firmware veröffentlich und beschreibt zugleich die wichtigsten Fakten in der Google Group.

Die deutsche Zusammenfassung

An dieser Stelle möchte ich die Fakten übersetzen und zugleich um einige weitere Features erweitern, die mir in diesem Jahr besonders an’s Herz gewachsen sind.

  •  Die aktuelle unified Version läuft auf der Canon 550D/T2i, 60D, 600D/T3i und der 50D. Ein Port für die 5D Mark II und die 1100D werden bald folgen
  • Die Benutzeroberfläche ist intuitiver denn je und nahezu selbsterklärend. Das Onscreen Handbuch, das sämtliche Menüpunkte erklärt, ist fest Bestandteil und kann jeder Zeit vom Benutzer aufgerufen werden
  • Die meist genutzten Features wurden im Bezug auf Benutzbarkeit und Stabilität verbessert
  • Externe Screen funktionieren via HDMI-Output einwandfrei, die Magic Lantern Features wie Focus Assist und Magic Zoom stehen auch hier zur Verfügung
  • Es wurden viele neue Wiedergabe-Modi hinzugefügt: HDR Vorschau, Exposure-Analyse oder der Bildervergleich seien hier genannt
  • Scheinbar unmögliche Features wurden ebenfalls möglich, dank Magic Lantern: Shutter von 1/25 bzw. 1/8000 sowie die Filmaufnahme auf der 50D, das neue Feature der veränderbaren Framerates auf der 60D bzw. 600D (1080p bei 35 FPS)

Diese kurze Zusammenfassung beschreibt die Entwicklung der letzten zwölf Monate sehr gut. Mein Artikel vom Januar 2011  zeigt noch die Anfänge der Firmware. Die aktuelle Version ist nicht mehr mit der Alten vergleichbar: Features, Benutzbarkeit, Menüführung und vieles mehr wurde verbessert. Auch die Stabilität der Firmware lässt keine Wünsche mehr offen. Ich persönlich hatte schon lange keine schweren Abstürze mehr und die Kamera läuft und läuft und läuft.

Meine persönlichen Favoriten im Bezug auf die Features sind insbesondere der Focus Assist, Magic Zoom, das Histogram, das Triggern des Sensors auf der Rückseite, HDR Aufnahmen und Timelapsereihen. Einen detaillierten Blick auf diese Funktionen möchte ich in einem gesonderten Artikel beschreiben. Dieser soll, mit einem kleinen Video der Menüführung, besonders die User abholen, die bisher noch gezögert haben. Bis dahin genieße ich die Vorzüge der Firmware und gratuliere recht herzlich zum Geburtstag! Happy Birthday!

31 Dec 2010

Gut ge.rutscht

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Ge.filmt wünscht euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund und munter, das ist ja schließlich das Wichtigste (so sagt man). Wir filmen im neuen Jahr wie gewohnt weiter.