26 Feb 2013

Gearbox DSLR Cage – Ein Review

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Schon seit geraumer Zeit bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die Kamera auf eine leichte und praktische Art mobil transportieren zu können ohne dabei auf meinen Follow Focus (und wenn nötig auf ein Mikrofon und einen externen Monitor) verzichten zu müssen. Ich wagte erste Gehversuche indem ich mein Schulter-Rig leicht modifizierte, um es so als Handheld Rig nutzen zu können. Dies funktionierte schon recht gut (Handheld Test auf Vimeo), war aber auch mit einigen Nachteilen verbunden. So war die Balance nicht optimal und da ich den Blitzschuh der Kamera für den Monitor genutzt hatte, hätte ich das Mikrofon nicht mehr nutzen können. Möchte man die Kamera auch für Fotos einsetzen, so hätte man den Monitor erst demontieren müssen. All dies ist kein Weltuntergang, geht aber auch viel praktischer, dachte ich mir. Ich schaute mich also nach einem vermeintlich gutem und günstigem Käfig um, der meine Anforderungen erfüllt. Hier kommt der Gearbox DSLR Cage in’s Spiel. Er bietet die Möglichkeit unterschiedliches Zubehör zu montieren. Dabei soll er noch gut transportabel sein. Ich habe ihn mir genauer angeschaut und einen ersten Feldtest gemacht.

Der erste Eindruck

Der Gearbox DSLR Cage kommt nahezu “ready to use” bei seinem Besitzer an. Lediglich die 15 mm Rods müssen noch mit 4 Imbusschrauben montiert werden. Passendes Werkzeug liegt im Paket bei. Insgesamt erhält der Besteller folgende Einzelteile, wenn er den Käfig komplett demontiert.

  • Obere und untere Platte mit Bohrungen zur Zubehörmontage
  • 2 x Handgriffe aus Kunststoff
  • 2 x Adapter zur Erweiterung des Käfigs
  • 2 x 15 mm Rohre
  • Die Adapterplatte für die 15 mm Rohre

Gearbox DSLR Cage in Einzelteilen

Es fällt direkt auf, dass alle Teile aus sauber gearbeitetem Metall bestehen und einen sehr robusten Eindruck machen. Lediglich die beiden Handgriffe sind aus leicht angerautem Kunststoff. Mag dies auf den ersten Blick ein Schwachpunkt sein, merkt man bei der ersten Berührung direkt, dass die Griffe gut in der Hand liegen, sie nahezu schmeicheln. Im Vergleich zu meinem Hangrip Schulter Rig wirkt der Rod Adapter sogar noch eine Spur wertiger/massiver. Insgesamt fühlt sich der DSLR Cage sehr ausbalanciert an. Es gibt keinerlei Spiel bei den Verschraubungen und alles passt sehr gut zusammen.

 

Im Feldeinsatz

Der Gearbox DSLR Cage verfügt auf der Oberseite über 14 1/4 Zoll Gewindebohrungen und 9 Löcher ohne Gewinde. Hier lassen sich unterschiedlichste Kombinationen an Zubehör montieren und nutzen. Für meine Zwecke ist dies mehr als ausreichend. Wer mehr Zubehör genötigt, kann auch noch die Rods als Halter nutzen. Fraglich ist jedoch, ob man ab einem gewissen Punkt nicht wieder zuviel mit sich trägt. Ich selbst habe meinen Follow Focus, das Rode Video Mic sowie meinen kleinen LCD Screen für einen ersten Test montiert. Auch mit diesem montierten Zubehör lässt sich das Käfig noch gut in der Hand halten und so für “handheld-Aufnahmen” nutzen. Die obere Seite des Käfigs hat 2 Aussparungen, die es ermöglichen sollen das Wahlrad und Display der Kamera auch von oben einzusehen. Wie auf dem Bild in der Gallery weiter unten zu erkennen ist, sind die Aussparungen mit montiertem Zubehör verdeckt. Dies spielt aber keine Rolle, da auch so das Display und Wahlrad der Kamera sehr gut einzusehen sind. Toll ist auch, dass die Kamera nicht zu beengt im Käfig sitzt: Sowohl der Zugriff auf die Speicherkarten, als auch auf das Akkufach ist im montierten Zustand ohne weiteres möglich. Für mich ein wichtiges Kriterium, da sich im im Feldeinsatz so schnell der Akku und/oder die Speicherkarten wechseln lassen.

Obere Platte

Die Kamera wird im Käfig mittels eines großen roten Drehrads befestigt. Dies funktioniert erstaunlich gut. Für noch mehr Flexibilität sollte man hier aber eine Schnellwechselplatte montieren. Aufgrund der großzügigen Abmaße ist dies problemlos möglich. Das rote Drehrad lässt sich zusätzlich noch ein wenig in der Tiefe verstellen, so dass man beispielsweise auch mit kürzeren Festbrenntweiten den Follow Focus nutzen kann. Auf der Unterseite befinden sich zudem drei weitere 1/4 Zoll Bohrungen. Hier kann also eine Stativplatte ohne ähnliches montiert werden.

Bohrungen auf der Unterseite Befestigungsschraube für die Kamera

 

 

 

 

 

 

Das folgende Video zeigt einige bewegte Eindrücke des Käfigs. Weitere Bilder findet ihr am Ende des Artikels.

Fazit

DSLR Cage inkl. ZubehörFür einen Preis von etwa 110 Euro (inkl. Versand) bietet der Gearbox DSLR Cage ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und der Käfig funktioniert auch im Handheld Einsatz wunderbar. Trägt man die Kamera mit beiden Händen lassen sich auch mit Festbrennweiten wie der 50 mm 1.8, die keinen IS besitzen, Bilder erzeugen, die beim Betrachten nicht direkt Kopfschmerzen verursachen. Die Montagemöglichkeiten für Zubehör sind in meinen Augen mehr als ausreichend. Bestellt habe ich den Käfig bei PhotographyandCinema.com. Insgesamt kann ich also eine klare Empfehlung aussprechen.

Gallery

25 Sep 2012

Photokina 2012

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Gestern konnte ich die letzte Chance nutzen und Michael auf die Photokina 2012 begleiten. Voller Vorfreude machten wir uns am Morgen auf, um den Tag komplett auf der Messe zu verbringen. Im Schlepptau hatten wir unsere Kameras, um auch vor Ort diverse Linsen und Möglichkeiten direkt ausprobieren zu können. Im Folgenden möchte die erlebten Messe-Highlights kurz zusammenfassen.

Die Gemischtwaren-Hallen und das Walimex 35 T1.5 VDSLR

Auch wenn ich den Ausstellern mit der gewählten Überschrift unrecht tue, am Ende erlebte ich die ersten Hallen der Messe als eine riesige Sammlung von Foto- und Videozubehör aus allen Bereichen. Es fanden sich darunter renommierte Namen wie Sunbounce, aber auch Hersteller aus Fernost boten hier ihre Waren an. Vom Blitz bis zum Rig fand sich hier fast alles. Auch Walimex hatte in dieser Halle ihren Stand und ich konnte die neue 35 mm VDSLR Linse testen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein scharfes Teil, wie die folgenden Bilder bei offener Blende zeigen.
 

 

 

 

 

Diese Linse hat mich überzeugt und wird demnächst den Weg in das Linsenportfolio finden. Es wird dann einen eigenen Blogpost geben.

Sony, Samsung und Tamron

Am Sony Stand lag für mich der Fokus klar auf der neuen kleinen Sony NEX 6. Da ich selbst Besitzer der kleinen NEX 5N bin, war ich besonders daran interessiert mir die weitere Entwicklung der kleinen E-Mount Kamera anzusehen. Auffällig war der festverbaute OLED Viewfinder, den man bis dato lediglich an der NEX 7 finden konnte. Das Display selbst besitzt keine Touchfunktion mehr, dafür hat die NEX 6 nun ein ausgewachsenes Moduswahlrad erhalten. Diesen Schritt werden die Meisten sicherlich begrüßen, da die Wahl der Modi an der NEX 5 über das Touchmenü doch etwas umständlich war bzw. ist. Auf Nachfrage bestätigte man mir, dass der Sensor identisch zur NEX 5N sei. Ein Sprung in der Bildqualität ist also nicht merklich zu erwarten. Dafür konnte die neue Kitlinse mit ihren Abmaßen überzeugen. Durch einen elektronischen Zoom gelang es Sony die Abmaße massiv zu verkleinern und so passt die, insgesamt erwachsener wirkende, NEX 6 auch in eine Jackentasche.

Bei Samsung war die Samsung Galaxy Cam eine klare Consumer-Überraschung. Eine Mischung aus Android Smartphone und Digitaler Kamera mit 16 Mpixel Sensor könnte im Consumer Markt gut einschlagen. Aufgrund des Android System ist die Kamera mit Apps erweiterbar. Das große Display zeigte sich als sehr klar und scharf, aber auch anfällig für Reflexionen bei Sonnenlicht. Hier bleibt abzuwarten wie sich die Kamera in ersten Tests schlägt. Ein paar Eindrücke der Samsung Cam geben die folgenden Bilder. An dieser Stelle geht der Dank nochmals an Michael, der einige der Fotos gemacht hat.

 

 

 

 

 

Der Tamron Stand überraschte zunächst mit seinen Ausmaßen, denn was sich zunächst als kleiner Stand mit “Probeplattform” präsentierte, entpuppte sich als sehr großer Stand mit langer Linsentheke. Hier konnte man diverse Modelle auf seine eigene Kamera montieren und testen. Ich interessierte mich insbesondere für das Tamron 24-70 2.8 VC, über welches ich schon im Vorfeld viele positive Berichte lesen durfte. Der Fokus arbeitet nach einem ersten Eindruck schnell und präzise. Der Bildstabilisator kann besonders im Filmmodus punkten. Die folgenden Bilder entstanden mit dem Tamron 24-70 2.8 VC.

 

 

 

 

 

Canon und Panasonic

Der Canon Stand protzte mit großer Standfläche. Das Interesse lag bei der neuen EOS M, die “kleine 650d”, am Linsenpark, sowie bei der 6D. Die EOS M präsentiert sich dabei tatsächlich als kleine spiegellose Alternative für den Urlaub und/oder die Straße. Mit Hilfe des Adapters können auch sämtliche EF Linsen montiert werden; sicherlich ein positiver Aspekt. Die neue Vollformat Kamera von Canon – die 6D – liegt aber mindestens genauso gut in der Hand und kommt als leicht “abgespeckte” 5D Mark III daher. So fehlt der Kopfhörerausgang für Filmer, der Autofocus ist nicht mit dem aus der MK3 zu vergleichen und auch einen “Joystick” auf der Rückseite der Cam sucht man vergebens. Leider konnte ich keine Bilder mit der Kamera selbst machen. Es gelang mir jedoch das neue Pancake Objektiv 40 mm f2.8 auf meine Kamera zu schrauben und ein paar Bilder und bewegte Eindrücke einzufangen. Der erste Eindruck ist hier durchaus positiv, vor allem wenn man den Preis von ca. 240 Euro berücksichtigt. Leider besitzt diese Linse, wie auch das 50 mm f1.8, nur einen sehr kleinen Focusring und kann somit nicht mit einem Follow Focus bestückt werden. Desweiteren kamen wir noch in den Genuss der 85 mm L f1.2 Linse. Die folgenden Bilder sprechen für sich.

 

 

 

 

 

Am Panasonic Stand schaute ich mir die neue Panasonic GH3 an und hatte direkt die Gelegenheit die Kamera in die Hand zunehmen und ein paar Filmaufnahmen zu machen. Leider konnte ich meine eigene Karte nicht in der Kamera platzieren. Der erste Eindruck durch das Display ist sehr positiv. Das Touch-Display erreicht eine schöne Schärfe und stellt sich als sehr knackig dar. Die Kamera lief noch auf einer frühen Firmware und “es seien noch nicht alle Features implementiert”. So soll bis zur finalen Version auch ein Fokus Peaking umgesetzt werden. Auf die weiteren technischen Details möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, hier empfiehlt sich die Lektüre auf den einschlägigen Blogs im Internet.

Die Panasonic GH3 wirkte, trotz der frühen Firmware-Version, schon sehr ausgereift und stabil. Dank dem Touch-Display konnte man auch zügig durch die Menüs navigieren. Man darf gespannt sein wie die ersten Reviews ausfallen, wenn die Kamera pünktlich zum Weihnachtsgeschäft für rund 1200 Euro beim Händler steht.

Und sonst?…

Für Kamerabegeisterte bietet die Photokina umfassende Möglichkeiten sich auf allen Gebieten (Stills als auch Film) umfassend zu informieren. Alle Details lassen sich hier gar nicht ausreichend zusammenfassen. Neben unterschiedlichen Kran- und Dollysystemen konnte ich auch verschiedene elektronische Viewfinder testen und Philip Bloom über die Schulter schauen, als er ein Timelapse am A.F. Macrotec stand vorbereitete. Leider haben wir es nicht mehr zum Zeiss Stand geschafft, hier hätte sich die Möglichkeit geboten die Blackmagic Cinema Kamera zu testen. Aber es wird sich sicher in naher oder ferner Zukunft eine weitere Möglichkeit ergeben, dies zu tun. Abschließend findet ihr noch eine Gallery mit weiteren Eindrücken zur Photokina 2012. Das Video am Ende zeigt einige bewegte Bilder, die ich mit den zuvor erwähnten Linsen schießen konnte.

Gallery zur Photokina 2012

 Video zur Photokina 2012

13 Apr 2012

Carfreitag – US Car Fans beginnen die Saison

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Am vergangenen Karfreitag eröffneten die US Car Fans die Saison 2012 und ich konnte die Chance nutzen und bei diesem Treffen einige Aufnahmen machen. Dabei kam primär die EOS 550D auf dem Shoulder Rig zum Einsatz. Leider hat meine Canon einige Probleme bei den Settings der Picture Profile gezeigt, so dass ich in regelmäßigen Abständen die Einstellung überprüfen musste. Schärfe und Sättigung waren hier jedes mal auf den Maximalwert eingestellt. Ein paar Shots konnte ich dann noch mit der Sony einfangen, dabei kam zum ersten mal die neue SEL5018 Linse zum Einsatz, die ich aber in den kommenden Tagen gesondert betrachten möchte.

Der Film vom Carfreitag ist mittlerweile auch online und fand gute Resonanz in der Car-Community. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken, es hat viel Spaß gemacht an diesem Tag das Treffen filmisch einzufangen. Danke auch an Marcel, der mich doch glatt zweimal in Aktion erwischt hat. Weitere Fotos vom Tag findet ihr bei Marcel auf der Seite.

 

 

Das Video

 

12 Apr 2012

JEEP – Videodreh mit Marcel

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Als uns vor gar nicht allzu langer Zeit die ersten Sonnenstrahlen begrüßten, entschlossen sich Marcel und ich zu einem kleinen spontanen Shooting. Das Motiv? Sein Jeep Grand Cherokee SRT8. Ausgerüstet mit dem elektronischen Pocketslider, einigen Linsen, der EOS und der NEX suchten wir uns also eine feine Location und wurden im Süden der Stadt schnell fündig. Ungestört konnten wir mehrere Sliderfahrten aufnehmen. Ein Foto vom Tag findet ihr direkt bei Marcel auf der Seite: Fotos.Kussin Auch sonst lohnt sich ein Besuch auf seinem Blog.

Konkret kam das Sigma 30 mm f1.4 mit Lightcraft Works ND Fader und das Tokina 11-16 mm zum Einsatz. Dank Magic Lantern auf der EOS 550D konnten wir das Histogramm einblenden und Focus Assist nutzen. Da die Sonne schon sehr tief stand, wurde uns das Fokussieren so vereinfacht.

Die nachfolgenden Bilder zeigen einen kleinen Eindruck vom Tag.

 

Das Video

12 Mar 2012

Pocketslider – Der motorisierte Slider auf IGUS Basis

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Schon seit geraumer Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt mir einen motorisierten Slider für Timelapseaufnahmen oder für weiche und gleichmäßige Fahrten im Videobereich zuzulegen. Auf der einen Seite bestand die Möglichkeit selber etwas zu bauen und für einige Tage in den Hobbykeller zu verschwinden, auf der anderen Seite bietet der Markt viele unterschiedliche Lösungen zum Kauf an. Eine der bekanntesten Möglichkeiten ist hier sicherlich der motorisierte Slider von Kessler in der Philip Bloom Edition, mit über 2000$ aber sicher auch einer der Teuersten. So schaute ich mir viele Videos bei Vimeo an, um einen Eindruck der jeweiligen Lösungen zu bekommen.

Dabei stieß ich auf die Videos des Vimeo Users Ben, der wundervolle Timelapse Filme zeigt und dabei auf einen elektronischen Slider setzt, der auf die IGUS Produkte aufbaut. Ein glücklicher Zufall war es wohl, dass er diese auch via www.pocketslider.de kommerziell anbietet und vertreibt. Eine preislich attraktive Alternative, die aufgrund der gewählten Materialien auch noch robust und wertig erscheint: Dieser Slider sollte es also werden.

Ich bestellte den Slider also online und konnte ihn nach ca. 14 tägiger Wartezeit direkt in Köln abholen. Dabei wird dem Kunden nach der Bestellung der Termin für die Fertigstellung des Sliders genannt.

Der erste Eindruck

Ich entschied mich für die kürzere (75 cm) Version des Sliders und orderte die hierfür zur Verfügung stehende Tasche direkt mit. Es handelt sich dabei um eine Standard-Stativtasche der Marke Cullmann, sie ist wertig und die 75 cm Version passt ohne weiteres hinein. Ist man bereits im Besitz einer solchen Tasche kann hierauf auch verzichtet werden. Für mich bietet sie eine gute Möglichkeit den Slider zu transportieren.

Wie erwähnt setzt der Slider auf eine IGUS Schiene auf. Der Motor, die Zahnräder und ein wenig Elektronik befinden sich unter einem sauber gearbeiteten Gehäuse. Gefertigt ist dies aus schwarzem, pulverbeschichtetem Aluminium. Auf der IGUS Schiene befindet sich eine Zahnstange, die dem Slider mittels Zahnrad die Fortbewegung erlaubt.

Der Deckel lässt sich ohne Werkzeug entfernen und offenbart die sauber gearbeitete Technik darunter. Alles wirkt mit viel Liebe zum Detail gefertigt und durchdacht. Der Motor selbst kann ebenfalls ohne Werkzeug entfernt werden. Dafür werden lediglich 2 größere Schrauben an der Unterseite des Sliderschlittens gelöst. Der Deckel ist mittels Steckverbindung mit der Bodenplatte in Kontakt. So lässt er sich ohne Aufwand komplett entfernen.

Der Deckel verfügt über eine 3/8″ Schraube und kann so jeden üblichen Stativ-Kopf aufnehmen. Gesteuert wird der Slider via zwei Controller-Einheiten, wobei der sog. “Remote-Timer” nur bei Langzeitbelichtungen zum Einsatz kommt.

Der “Main Controller” versorgt den Motor mit Energie und erlaubt zugleich Einfluss auf die Richtung und die Geschwindigkeit. Letzteres lässt sich dabei zwischen 27 min/m und 6 min/m variieren. Damit steht sowohl sehr langsamen, aber auch schnelleren Kamerafahrten nichts mehr im Wege. Gespeist wird der Motor dabei von 8 Mignonzellen. Ich selber besitze den Slider nun seit gut vier Wochen und benutze immer noch den ersten Satz Eneloops. Dabei sind bereits einige erste Timelapseaufnahmen entstanden. Pocketslider.de gibt eine Laufzeit von ca. 10 Stunden im “drive and shoot” Modus an. Dies sollte im Alltag mehr als ausreichend sein.

Im Einsatz

Dabei muss der Benutzer keineswegs die ganze Zeit neben dem Slider stehen. An beiden Enden der Schiene befinden sich Platten, die den mechanischen Kontakt im Schlitten betätigen und dafür sorgen, dass er selbstständig zum Stillstand kommt. Mittels manuellem Schalter an der Unterseite des Schlittens (vgl. Impressionsvideo) kann dieser Kontakt überbrückt werden und der Schlitten kann somit ohne weiteres komplett von der Schiene gefahren werden. Dreht man ihn so um, dass das Zahnrad nicht in die Zahnstange greift, lässt sich dieser Slider problemlos manuell benutzen und ermöglicht schöne, weiche manuelle Slides per Hand.

Der erwähnte Remote Timer ermöglicht darüber hinaus Intervallfahrten zwischen 2 und 90 Sekunden. Dabei fährt der Slider, je nach Einstellung, alle X Sekunden ein Stück weiter. Bilder, die länger belichtet werden (zum Beispiel bei nächtlichen Timelapse-Aufnahmen) bleiben so scharf.

Der Slider lässt sich ohne weiteres auf ein Stativ montieren; hierfür verfügt er über drei 1/4″ Bohrungen (jeweils an den Ende und in der Mitte). Ich nutze eine Manfrotto Schnellwechselplatte, die den Slider fest mit dem Stativ verbindet. Aufgrund des Eigengewichtes von knapp 6 Kg sollte hier keine günstige Plastiklösung gewählt werden. Diese sorgt nur für Wackelaufnahmen.

Fazit

Der hier beschriebene Slider leistet sich bisher keinerlei Schwächen und kann vollends Punkten. Für Timelapseaufnahmen oder bewegte Videoaufnahmen bietet er alles was das Herz begehrt. Die IGUS Basis sorgt für hohe Wertigkeit und Stabilität. Die Arbeiten von Pocketslider.de sind sauber und mit viel Liebe zum Detail durchgeführt worden. Alles sitzt perfekt und ist am richtigen Platz. Lediglich das hohe Eigenwicht von knapp 6 Kg schränkt die Mobilität am Drehort etwas ein. Die verfügbare Tasche (nur bei der 75 cm Version) sorgt hier für etwas Entlastung. Ich kann das System nur empfehlen. Die folgenden Videos und die Gallery geben weitere Eindrücke zum Slider.

Videoimpressionen zum Slider

Der Slider im Video- und Timelapse-Einsatz

 

Bildergallery

10 Jan 2012

Die Neue stellt sich vor – Sony NEX 5N

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Seit der Vorweihnachtszeit befindet sich die Sony NEX 5N in meinem Equipmentkoffer und ich wurde in der Zwischenzeit schon oft gefragt wie sich die Kamera denn schlägt und wieso ich mich für dieses System entschieden habe. Dieser Post soll kein Review im engeren Sinne werden, davon gibt es im Netz mittlerweile mehr als genug. Ich möchte hier meine Erfahrungen nach knapp vier Wochen mit der Sony kurz niederschreiben.

Warum die Sony NEX 5N?

Die Sony NEX 5N wurde im August 2011 vorgestellt und schon kurze Zeit darauf fanden sich viele kurze Videos, die mit der Kleinen entstanden sind, im Netz. Philip Bloom schrieb im September den ersten ausführlicheren Artikel zur Sony und neben vielen Worten des Lobes war selbstverständlich auch etwas Kritik angebracht. Während meines Urlaubes reifte dann der Gedanke sich diese kleine Kamera zuzulegen. Ich hatte hier stets die EOS samt Batteriegriff bei mir und es ist wohl keine Lüge, wenn man behauptet, dass aktuelle DSLRs alles sind, aber nicht reisetauglich. Also war der erste Ansatz etwas Kleines zu finden, dass sich aber nicht hinter der EOS verstecken muss – vor allem wenn es um Videoaufnahmen geht. In der Sony NEX 5N befindet sich ein aktueller 23.4 x 15.6 mm großer Exmor APS HD CMOS Sensor mit einem Crop von 1.5. Im Vergleich zu den Maßen der EOS (22.3 x 14.9 mm) ist er also sogar leicht größer. Dies sorgt dafür, dass sich die Aufnahmen aus der Sony auf keinen Fall hinter denen der kleinen EOS 550D verstecken müssen. Folgendes Bild entstand mit der Sony in Verbindung mit dem Sigma 50 mm 2.8 Macro. Moment?

 

 

 

 

 

Eine EF Linse? Ein weiteres Merkmal der Sony, dass ich auf der positiven Seite verbuchen konnte: Der Adaptermarkt ist mittlerweile riesig und aktuelle EF Linsen können ohne weiteres auf die Sony adaptiert werden. Das Manko der manuellen Focussierung war für mich nicht relevant. Ebensowenig, dass man nur umständlich die Blende über die EOS vorwählen kann, da ansonsten stets bei offener Blende fotografiert oder gefilmt werden muss, stellt für mich kein wirkliches Hindernis dar.

Da ich bereits einige manuelle Linsen besitze, war es mir auch wichtig diese adaptieren zu können. M42 und FD funktioniert prima und die Linsen sorgen für ihren eigenen Charme. Im Gegensatz zur EOS besitzt die Sony ab Werk einen Focus Peak, also ein Anzeigen des Schärfebereichs im Display. Das manuelle Fokussierung macht viel Spaß und funktioniert ohne weitere Probleme. Zusammenfassend führte also der kompakte Formfaktor (ohne Linse) in Verbindung mit der Abbildungsleistung zum Kauf der Sony NEX.

Der Record Button

Vorrangig wird hier jedoch gefilmt und so war natürlich auch der Filmmodus der Kamera für mich entscheidend. Die Sony kann 1920x1080p bei 50 Vollbildern / Sekunde aufzeichnen. Die Ideale Vorraussetzung für weiche Slow Motion Aufnahmen. Als Format kommt hier der neue AVCHD 2.0 Standard zum Einsatz. Die Bitrate liegt unter der des h264 Materials aus der Canon, muss sich aber im Alltag kein Stückchen hinter der EOS verstecken. Der Sensor sorgt zudem für ein sehr rauscharmes Bild, auch bei ISO 1600. Die Lowlight Eigenschaften lassen sich sehr gut in diesem Video von Steve Huff nachvollziehen. Sony NEX 5N Lowlight Video.

Das Material aus der Sony lässt sich sehr gut mit Footage aus der EOS im Schnitt mischen. Ich selber habe in den ersten vier Wochen 2 Clips erstellt, die rein mit der Sony gefilmt wurden. Das Ergebnis hat mich mehr als verblüfft. Aber schaut selbst.

Nach einem Monat mit der Sony ist die Begeisterung weiterhin groß. Manuelle Linsen sind eine Freude an der kleinen Kamera und es macht Spaß sie einzusetzen. Sicher werden in den kommenden Woche weitere Filme und Clips aus der kleinen Kamera folgen. Zum Abschluss noch einige Impressionen der Sony NEX 5N.