{"id":1692,"date":"2013-12-29T14:33:36","date_gmt":"2013-12-29T14:33:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ge-filmt.de\/?p=1692"},"modified":"2013-12-29T14:33:36","modified_gmt":"2013-12-29T14:33:36","slug":"magic-lantern-raw-module-erfahrungen-mit-der-5d-mark-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ge-filmt.de\/?p=1692","title":{"rendered":"Magic Lantern Raw Module &#8211; Erfahrungen mit der 5D Mark III"},"content":{"rendered":"<p>Nun ruhte dieser Blog f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit und dennoch haben durchschnittlich 100 Besucher am Tag den Weg auf diese Seite gefunden. Dar\u00fcber freue ich mich besonders. Vor allem die GoPro Hero3 Themen wurden h\u00e4ufig geklickt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der ruhigeren Phase konnte ich das im Fr\u00fchjahr 2013 ver\u00f6ffentlichte Raw Modul von Magic Lantern ausgiebig testen. In der Vorweihnachtszeit hatte ich dann die Gelegenheit zusammen mit einem sehr aufgeschlossenen Kunden ein kurzes Projekt komplett in Raw umzusetzen und so entstand der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rExmNji2W2E&amp;feature=player_embedded\">Weihnachtsclip<\/a> f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.power-sports-muenster.de\">Power-Sports-Fitness<\/a>.<\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chte ich meine Erfahrungen mit dem DNG Format teilen. Es soll weniger darum gehen, wie man das Raw Modul auf der 5D Mark III aktiviert, hierzu gibt es beim <a href=\"http:\/\/www.magiclantern.fm\/forum\/index.php?topic=5520.0\">Team von Magic Lantern gen\u00fcgend Input<\/a>.<\/p>\n<h3>Grundlegende Vorraussetzung &#8211; eine schnelle CF Speicherkarte<\/h3>\n<p>Schon gleich nach der Ver\u00f6ffentlichung der ersten Alpha Versionen probierte ich das Raw Modul aus und musste sehr schnell feststellen, dass keine meiner vorhandenen Speicherkarten dem Datenstream auch nur ansatzweise gewachsen war. So verliefen die ersten Tests in 1280&#215;720, dies funktionierte mit den vorhandenen 400\/600x CF Karten zufriedenstellend. F\u00fcr eine Aufnahme in 1080p mit 25 Bildern\/Sekunde ist eine 1000x CF Karte zwingend erforderlich &#8211; die Kamera schreibt in diesem Modus ca. 90 Mb\/s an Daten auf die Karte.<\/p>\n<p>Eine neue Karte musste also her &#8211; bei Preisen, die eine aktuelle SSD schon fast g\u00fcnstig erscheinen lassen, fiel am Ende die Entscheidung zugunsten der 64 GB KomputerBay Karte aus. In den Foren liest man \u00fcber eine gro\u00dfe Streuung der Geschwindigkeit, da der Hersteller offenbar Speicherchips unterschiedlicher Hersteller einkauft und verbaut. Insbesondere bei der gr\u00f6\u00dferen 128 GB Karte scheint dies zu Problemen zu f\u00fchren. Die 64 GB Karte jedoch ist seltener betroffen und meine Karte l\u00e4uft bisher einwandfrei und schreibt die Daten mit \u00fcber 90 Mb\/Sekunde weg.<\/p>\n<h3>Das erste Kundenprojekt im Raw Format<\/h3>\n<p>In der Vergangenheit durfte ich schon mit der RED Scarlet arbeiten und so die Vorz\u00fcge des Raw Formats bei bewegten Bildern genie\u00dfen. Mit dem Magic Lantern Modul hatte ich nun aber erstmalig die Gelegenheit mit eigenem Equipment ein Projekt im Raw Modus umzusetzen. Der oben erw\u00e4hnte Weihnachtsclip f\u00fcr die Fitness-Kette aus dem M\u00fcnsterland war daf\u00fcr pr\u00e4destiniert. Der Kontakt kam schlie\u00dflich aufgrund meines <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dAj70a6BObI\">Summer in NRW<\/a> Clips zustande &#8211; ein Projekt, welches ebenfalls in Raw von mir umgesetzt wurde. Der hohe Detailgrad im Bild sowie die Dynamik \u00fcberzeugten den Kunden, der aufgrund eines hohen Eigeninteresses an Film und Fotografie schon viele Projekte selbst umgesetzt hatte.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: 1.17em; line-height: 1.5em;\">Die Arbeit mit dem Magic Lantern Raw Modul am Set<\/span><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend der Dreharbeiten im K\u00fcchenstudio konnte ich die 5D Mark III wie gewohnt einsetzen. Das Raw Modul wird bei Magic Lantern einzeln aktiviert und alle folgenden Aufnahmen landen dann als DNG Einzelbildstream auf der Speicherkarte. Wichtig ist hier nur, dass man zuvor im Canon Men\u00fc die richtige Speicherkarte f\u00fcr die Wiedergabe (welche ja auch jene ist, die f\u00fcr die Videoaufnahme genutzt wird) ausw\u00e4hlt. Eine Aufnahme auf die SD Karte ist aufgrund des langsamen SD Karten-Slots nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/RawModul.jpg\" rel=\"prettyPhoto[gallery-6iN9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1698\" alt=\"Raw Modul\" src=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/RawModul-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/RawModul-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/RawModul-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Bild zeigt das aktive Raw Modul in der Videosection von Magic Lantern. Als zus\u00e4tzliche Information kann man noch direkt die gew\u00e4hlte Aufl\u00f6sung erkennen. Im Untermen\u00fc hat man dann die M\u00f6glichkeit weitere Einstellungen vorzunehmen. Im Detail werden diese sehr gut im Magic Lantern Guide erl\u00e4utert. Bei diesem Projekt wurden s\u00e4mtliche Aufnahmen in 1920&#215;1080 mit 25 Bildern pro Sekunde auf die Karte geschrieben und dies funktionierte den gesamten Drehtag \u00fcber ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme. Nachteilig war zum Zeitpunkt des Drehs die eingeschr\u00e4nkte M\u00f6glichkeit der Materialsichtung. Hier und da musste ein wenig improvisiert werden und dadurch wollte das Team die Aufnahmen direkt \u00fcberpr\u00fcfen. Dies war mit dem eingebauten Wiedergabemodul nur in Schwarz\/Schwei\u00df m\u00f6glich, von einer fl\u00fcssigen Wiedergabe ganz zu schweigen. In der Zwischenzeit hat das Magic Lantern Team das MLV Wiedergabemodul entwickelt, welches eine etwas bessere Wiedergabe (auch in Farbe) erm\u00f6glicht. Hier haben Kameras wie die REDs selbstverst\u00e4ndlich die Nase vorn, wurden sie vom Start weg ja f\u00fcr diese Art der Arbeit entwickelt.<\/p>\n<p>Dennoch konnten wir an diesem Drehtag knapp 165 GB an Material auf die Platte bannen &#8211; dies entspricht ca. 35-40 Minuten Rohmaterial. Abst\u00fcrze oder \u00c4hnliches gab es nicht zu verzeichnen &#8211; das Raw Modul lief sehr stabil.<\/p>\n<h3>Der Workflow mit dem Magic Lantern Raw Format<\/h3>\n<p>Anders als gewohnt, lassen sich die von Magic Lantern erzeugten *.Raw Dateien nicht direkt schneiden. Sie erfordern zun\u00e4chst die Umwandlung in einen *.DNG Einzelbildstream. Dies fand mit Hilfe von RAWMagic aus dem Apple App Store statt. Alle gefilmten Clips lassen sich direkt in das Tool einf\u00fcgen und die Stapelverarbeitung erzeugt DNG Dateien auf der Platte. Dieser Schritt dauert, je nach Anzahl und L\u00e4nge der Files, eine gewisse Zeit. Die Abbildung zeigt RAWMagic mit den eingeladenen Dateien.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/rawmagic.png\" rel=\"prettyPhoto[gallery-6iN9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-1700 alignleft\" alt=\"RAWMagic im Einsatz\" src=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/rawmagic-150x150.png\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/rawmagic-150x150.png 150w, https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/rawmagic-300x300.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die erzeugten DNG Files lassen sich nun auf unterschiedliche Arten bearbeiten und schneiden. F\u00fcr dieses Projekt entschied ich mich f\u00fcr einen Workflow mit After Effects und Premiere &#8211; ein weiteren Ansatz mit Davinci Resolve werde ich in einem Folgepost erl\u00e4utern. \u00a0F\u00fcgt man die DNG Dateien in After Effects als Einzelbildsequenz hinzu \u00f6ffnet sich das Adobe Camera Raw Modul &#8211; f\u00fcr jemanden, der wie ich auch viel mit Lightroom arbeitet, ist dieses Modul direkt vertraut. Die Einzelbildsequenz bietet s\u00e4mtliche Vorz\u00fcge, die man von der Raw Fotografie kennt: Wei\u00dfabgleich, hohe Dynamik, eine Sch\u00e4rfe, die dem h.264 Material absolut \u00fcberlegen ist etc.<\/p>\n<p><a style=\"line-height: 1.5em;\" href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Adobe_Raw.jpg\" rel=\"prettyPhoto[gallery-6iN9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1703\" alt=\"Adobe Raw Modul\" src=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Adobe_Raw-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Adobe_Raw-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Adobe_Raw-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beispielhaft zeigt das Bild einen DNG Raw Stream im Adobe Camera Raw Modul von After Effects. Ich entschied mich dazu, s\u00e4mtliche Clips zun\u00e4chst neutral zu korrigieren, so dass ein einheitlicher Gesamtlook entstand. Die Belichtung und Bilddynamik habe ich ebenfalls angepasst.\u00a0Im Anschlu\u00df wurden alle Clips aus After Effects in das ProRes 4444 Format gerendert. Dieser Vorgang ist der zeitintensivste bei der Vorbereitung, so hat das Rendering fast einen gesamten Arbeitstag verschlungen.\u00a0Die neutralen ProRes 4444 Files eignen sich dann aber bestens f\u00fcr den Schnitt in Premiere. Am Projektende erhielt der Clip dann das finale warme Grading direkt auf die ProRes 4444 Dateien. Ich entschied mich mit diesem Workflow gegen eine Proxy Variante und renderte somit das finale Video aus den ProRes Dateien.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Power_Sports_Thumbnails.jpg\" rel=\"prettyPhoto[gallery-6iN9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-1704 alignright\" alt=\"Power_Sports_Thumbnails\" src=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Power_Sports_Thumbnails-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Power_Sports_Thumbnails-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Power_Sports_Thumbnails-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Thumbnail-\u00dcbersicht entstand noch in After Effects und erlaubt eine gute Kontrolle der Farbtemperaturen aller Clips. So konnte ich einen einheitlichen Ausgangslook sicherstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Unterschied &#8211; oder wann lohnt sich das Raw Format?<\/h3>\n<p>Wie eingangs bereits erw\u00e4hnt war der Kunde von dem Detailreichtum der Summer in NRW Aufnahmen begeistert. Die Aufnahmen mit dem Raw Modul zeichnen sich nicht nur durch eine h\u00f6here Dynamik aus, sie sind vor allem eins: viel sch\u00e4rfer als das h.264 Material. Dies kommt insbesondere bei landschaftlichen Totalen toll zur Geltung. Aber auch bei allen anderen Aufnahmen l\u00e4sst sich der h\u00f6here Detailreichtum schnell erkennen. Man sollte sich jedoch der h\u00f6heren Datenmenge und dem aufwendigeren Workflow bewusst sein. F\u00fcr Clips, die unter Zeitdruck entstehen m\u00fcssen oder bei denen viel Material zusammenkommt (zum Beispiel bei dem Filmen eines Events oder einer Hochzeit) w\u00fcrde ich nicht zum Raw Modus greifen. Dieser eignet sich besser beim szenischen Filmen von kleineren Spots oder Clips. Insgesamt ist es aber eine tolle Sache dieses Format nun immer &#8222;bei sich zu tragen&#8220; und im Zweifelsfall darauf zugreifen zu k\u00f6nnen. Im Folgenden stelle ich zum eigenen Test einen Szenenvergleich zur Verf\u00fcgung. Beide Videoclips sind unbearbeitet und dienen dem Qualit\u00e4tsvergleich von h.264 (im IBP Format) sowie einem DNG Raw Stream.<\/p>\n<h4>Qualit\u00e4tsvergleich H.264 und Magic Lantern Raw<\/h4>\n<p>Gefilmt mit der Canon 5D Mark III &#8211; ISO 200 1\/50 f5.0 &#8211; Canon 40 mm 2.8 STM<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist bei dieser Aufnahme der erweiterte dynamische Umfang, der sich vor allem im rechten oberen Bereich beim Himmel zeigt. Die Raw Aufnahme offenbart ein wesentlich besseres Bild, w\u00e4hrend die h.264 Aufnahme bei der leicht unterbelichteten Katze schon im Himmel &#8222;ausrei\u00dft&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/vergleich.png\" rel=\"prettyPhoto[gallery-6iN9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1707\" alt=\"Raw vs. h264.\" src=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/vergleich-150x150.png\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/vergleich-150x150.png 150w, https:\/\/www.ge-filmt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/vergleich-300x300.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Downloadlinks (rechtsklick &#8211; Ziel Speichern unter)<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/D24A1175.MOV\">Original h.264 Datei<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ge-filmt.de\/rawstream.zip\">Raw Stream<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ruhte dieser Blog f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit und dennoch haben durchschnittlich 100 Besucher am Tag den Weg auf diese Seite gefunden. 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